Weihnachtsbaum - Weihnachts- und Neujahrsgruß

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ein sehr schwieriges Jahr, das an uns alle besondere Herausforderungen gestellt hat, neigt sich dem Ende entgegen! Das letztjährige Weihnachtsfest und der Jahreswechsel waren geprägt von der Corona-Pandemie.

Bedingt durch die Kontaktbeschränkungen mussten die normalerweise üblichen Besuche der Verwandten oder die Feiern im Familien- und Freundeskreis unterbleiben. Das gemeinsame Miteinander, auf das sich viele aufgrund der langen Entbehrungen gefreut hatten, blieb dabei wie vieles andere auf der Strecke ….

Nach einem zähen Frühjahr ohne Karneval und Veranstaltungen weckte die Verfügbarkeit der neuen Impfstoffe große Hoffnungen auf Verbesserungen, die auch nicht enttäuscht wurden. Den Sommer konnten wir mit relativ wenig Einschränkungen und vielen zurückgewonnen Freiheiten begrüßen. Ein relativ normales Leben blühte kurzzeitig auf.

Doch die Freude währte nicht lange, denn am 14. Juli wurde unsere Region von der größten bisher dagewesenen Naturkatastrophe getroffen. Die gewaltigen Wassermassen verursachten an der gesamten Ahr und seinen Nebenflüssen unvorstellbare Schäden und vernichteten insgesamt 136 Menschenleben. Sie verwüsteten die betroffenen Regionen in einem nicht gekannten Ausmaß und brachten unermessliches Leid und Trauer mit sich.

Und damit nicht genug, hat uns nun seit geraumer Zeit die vierte Welle der Corona-Pandemie wieder voll im Griff. Die Seuche schlägt auch bei uns erbarmungslos zu. Mit zeitweise nahezu 100 gleichzeitig Infizierten hat auch unsere Verbandsgemeinde neue traurige Rekordwerte erreicht …. Kurzum 2021 war ein Jahr, in dem wir alle nicht zur Ruhe kamen und bei dem keine unbeschwerte Lebensfreude aufkommen konnte. Sollen wir nun jedoch mit Pessimismus und voll Verdruss in das Neue Jahr starten? Mitnichten!

Nehmen wir uns ein Beispiel an unseren Freunden an der Ahr: Sie standen am 15. Juli vor einem immensen Scherbenhaufen. Viele hatten teilweise ihre gesamte Existenz und oft auch noch nahe Angehörige, Freunde oder Verwandte verloren. Doch sie sind nicht weggelaufen oder haben verzweifelt aufgegeben. Nein, trotz der kaum zu überschaubaren Berge an Aufgaben, haben sie die Ärmel hochgekrempelt und sich voller Optimismus auf den langen Weg des Aufräumens und des Wiederaufbaus gemacht. Getragen wurden sie dabei von einer unglaublichen Anteilnahme und Welle der Hilfsbereitschaft. 

Selbstverständlich haben auch wir als unmittelbare Nachbarn hier in vielfältiger Weise unseren großen Beitrag geleistet. Allen, die dabei in irgendeiner Weise mitgeholfen haben, gilt mein großer Dank auch im Namen der Betroffenen. Ich danke insbesondere den Mitgliedern unserer Freiwilligen Feuerwehren, des Deutschen Roten Kreuzes, des Technischen Hilfswerkes, der Polizei, den unzähligen Firmen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Privatpersonen und Organisationen mit ihren freiwilligen Helferinnen und Helfern. Es ist unglaublich, was durch persönliche Hilfe sowie Geld- oder Sachspenden in den Flutgebieten geleistet wurde.

Zu Recht ist SolidAHRität eines der beliebtesten Wörter in diesem Jahr geworden und beschreibt die Situation prägnant und zutreffend. Bei einem Blick auf die Gebiete rechts und links der Ahr können wir erkennen, was möglich ist, wenn Menschen zusammenhalten. Lassen wir uns von dem dortigen positiven Denken anstecken – der Erfolg wird uns recht geben! Schenken wir in der momentanen Situation den Pessimisten nicht zu viel Aufmerksamkeit: Denn natürlich bringen die aktuellen Krisen Egoisten und Skeptiker hervor, die bereitwillig alles nur beklagen. Und durch Corona ist auch der Umgang in Teilen unserer Gesellschaft rauer geworden .....

Aber konzentrieren wir uns auf die positiven Dinge: Uns geht es im Grunde genommen sehr gut und wir haben keinen Grund zur Klage. Entgegen allen Befürchtungen hat die Wirtschaft in unserer Verbandsgemeinde dank ihrer Stärke und Willenskraft in vielen Bereichen die Krise schnell und weitreichend überstanden. Die Auftragsbücher vor allem im Handwerk sind voll. Unser Brohltal ist als Wohn- und Lebensort attraktiv und geschätzt wie nie. Die Nachfrage nach Wohnraum und Baumöglichkeiten in unseren 17 Ortsgemeinden ist enorm.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

anstrengende Wochen und Monaten liegen hinter uns allen. Gönnen wir uns eine kleine Verschnaufpause und Auszeit. Genießen wir die bevorstehenden Feiertage. Verbringen wir geruhsame Tage mit unseren Familien. Schöpfen wir Kraft für die vor uns liegenden Aufgaben. Gehen wir mit Hoffnung, Mut und voller Zuversicht in das Neue Jahr.

 

Roswitha Bloch hat es passend formuliert:

"Wenn uns bewusst wird, dass die Zeit, 

die wir uns für einen anderen Menschen nehmen,

das Kostbarste ist, was wir schenken können,

haben wir den Sinn der Weihnacht verstanden."

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gemeinsam mit den Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeistern des Brohltals ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles alles Gute für 2022. Bleiben sie auf jeden Fall gesund und zuversichtlich!

Ihr/e

Johannes Bell, Bürgermeister der Verbandsgemeinde und die Ortsbürgermeister/innen des Brohltals

Christoph Stenz, Brenk

Walter Schneider, Burgbrohl

Michael Freund, Dedenbach

Reinhold Schmitz, Galenberg

Manfred Hürter, Glees

Thorsten Kabuth, Hohenleimbach

Dominik Schmitz, Kempenich

Günter Dietzler, Königsfeld

Sebastian Schmitt, Niederdürenbach

Rolf Hans, Niederzissen

Elisabeth Dahr, Oberdürenbach

Christof Bürger, Oberzissen

Thomas Weber, Schalkenbach

Frank Klapperich, Spessart

Manfred Sattler, Wassenach

Dr. Melanie Hilger, Wehr

Karl Gundert, Weibern

Veröffentlicht: Mittwoch, 22. Dezember 2021 12:22
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