Dr. Love Power And His Nurse

Musikalische Vielfalt auf Marcos Heuboden in der zweiten Jahreshälfte!

Die zweite Jahreshälfte 2017 hat es echt in sich gehabt: Von dem sympathischen Wohnzimmerkonzert bis hin zu einem Künstler von Weltruhm wurde alles geboten, wovon der Musikfan träumt.

19.08.17: TonSaiten

Begonnen hat die Konzertserie mit der Band „TonSaiten“ aus Wehr- Gilda und Uwe Abeck sowie Melanie Reuter verstehen es immer wieder Lieder neu zu arrangieren und gekonnt auf zwei Gitarren und einem Bass wieder zu geben. Als wahrer Multiinstrumentalist entpuppte sich Uwe Abeck, der neben seinem Bass auch noch bravurös das Glockenspiel beherscht. Besonders wird es immer dann, wenn Gilda und Melanie zweistimmig singen-scheinbar mühelos und eher schüchtern schmiegen sich ihre Stimmen aneinander und erzeugen immer wieder wunderschöne Harmonien. Dass „TonSaiten“ nicht nur eine Musikband, sondern auch ein Netzwerk von Freunden und Musikern ist, merkt man dann, wenn aus dem Publikum heraus immer mal wieder andere Musiker aufstehen und spontan mit musizieren. Das sind die Augenblicke in denen man spürt wie sehr Musik verbindet.

30.09.17: Elk & Bearhead

Beni Feldmann scheint es in Oberzissen besonders gut zu gefallen. Es gibt die goldene Regel, dass jeder Künstler nur einmal innerhalb von 2 Jahren auf Marcos Heuboden auftreten kann- Beni war dieses Jahr schon zweimal da. Dazu wendet er einen einfachen Trick an: Er gründet einfach neue Gruppen mit einem neuen Programm und umgeht damit diese Hürde. Was für ein Glück für das Publikum: Zusammen mit Taio Boumort aus Barcelona bildet er das Duo Elk & Bearhead, wobei der Ursprung dieses Namens unklar geblieben ist. Mit zwei Gitarren und zwei Stimmen bieten die zwei Folk-Rock, raue, katalanische, angeblueste Stücke und ruhige deutsche Lieder aus eigener Feder. Einmal quer durch die gesamte Folkszene und wieder zurück- was die beiden geboten haben bekommt man sonst kaum zu sehen/ hören- ganz große Klasse.

28.10.17: Dr. Love Power And His Nurse

Hinter diesem Namen verbergen sich Kat und Mark Bloemeke, zum Zeitpunkt des Konzertes genau 108 Tagen verheiratet und damit ausgewiesene Experten auf dem Bereich beseelter Herzen. Eine heilende Auswahl an Bluesklassikern sowie gefühlvoll vorgetragene Balladen erreichten das Publikum und banden es ein in eine Welt, in der der Blues der 50er und 60er allen Schmerz der Welt aufnehmen konnte. Letztendlich lässt sich feststellen, dass Frauen böse sind- denn sonst hätte es niemals Blues gegeben, und es gibt viel Blues. Eine Plastik- Krokotasche und eine Gummischlange rundeten das stimmungsvolle Bühnenbild der beiden ab- hier passte einfach alles zueinander und jeder glaubte den Herzschmerz, der in den vielen Songs seinen Ausdruck fand.

29.10.17: Martin Gerschwitz

Eigentlich war es nur eine einfache Anfrage 10 Tage vorher. Sowas schickt man schon mal raus, ohne jedoch auf eine positive Rückantwort zu hoffen. In diesem Fall hatte Martin Gerschwitz direkt angerufen und den Termin am ungewohnten Sonntag Nachmittag fest gemacht. Innerhalb 10 Tagen gelang es den Heuboden bis auf den letzten Platz zu füllen. Vielen war es zunächst gar nicht klar, wer da vor ihnen am Keyboard saß: Martin war Bandmitglied bei Eric Burdon, Meat Loaf, Iron Butterfly und vielen anderen und konnte „aus dem Nähkästchen“ plaudern, sowie viele eigen Stücke und Stücke seiner alten Bands in Perfektion darbieten. Ein tonales Feuerwerk wurde über dem Heuboden abgebrannt, das alle überraschte und nach einer Wiederholung schreit. Vielleicht wird hier noch einmal von der goldenen Regel abgewichen.

Mit der traditionellen X-Mas Jam am 16.12.17 wird die Saison auf Marcos Heuboden beendet. Wer dazu eine Beitrag leisten möchte kann sich gerne unter 02636/979824 anmelden.

 

Veröffentlicht: Mittwoch, 01. November 2017 16:40