Hatzenfeld

Geologischer Traumblick! Er war „in die Jahre gekommen“: Ein besonderes geologisches Highlight „Auf Hatzenfeld“ drohte durch eine die Sicht versperrende erfolgte Umwallung mit Zaun, in Vergessenheit zu geraten.

Gemeint sind damit die Abbauwände in der Bimsgrube Wolf. Dank bemerkenswertem Engagements einiger Eifelvereinsmitglieder aus Weibern konnte die attraktive geologische Wanderroute O, der Tuffsteinweg, wieder „auf Vordermann gebracht werden“. Die Mängel vor Ort wurden abgestellt, die Wegesicherheit erhöht und die Ausschilderung der Strecke optimiert.

Das Herausragende all dieser Arbeit war aber, einen freien Blick auf die faszinierenden Abbauwände in der Bimsgrube zu schaffen. In die Umwallung hat man eine Bresche geschoben, die Zaunführung dieser angepasst und dadurch dem Wanderer eine einmalige Perspektive eröffnet. Diese Wände sind qualitativ vergleichbar der berühmten Wingertsbergwand am Laacher See, denn auch hier auf der Höhe zwischen Weibern und Rieden können Vulkanologen und Geologen die Folgen der Eruptionen aus dem Riedener Vulkankomplex im Detail wissenschaftlich nachvollziehen, aber auch die „Laien“ werden sie mit Sicherheit faszinieren.

Dieser spannende Einblick in die regionale Vulkangeschichte entstammt einer Idee und Initiative der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft, die auch die Begleichung der Kosten für den lobenswerten „Eingriff in die Umwallung“ übernommen hat. Die Bimsgrube Wolf wird künftig der Schnittpunkt zweier geologischer Themenrouten sein, des bestehenden „Tuffsteinweges“ Geo-Route O und der, vermutlich im September zu eröffnenden, neuen Geo-Route R „Riedener Vulkankomplex“.

 

Veröffentlicht: Freitag, 29. Juni 2018 11:40