Ein Wegbegleiter aus Maria Laach

Medaille aus Silberbronze – Entwurf von Pater Theodor Bogler – Limitierte Auflage. MARIA LAACH. Anlässlich der Ausstellung „Vom bauhaus nach Maria Laach“ gibt die Manufaktur der Abtei zwei hochwertige Medaillen in limitierter Auflage heraus.

Sie wurden aus Silberbronze gefertigt nach Entwürfen des Bauhaus-Schülers und Laacher Benediktiners Theodor Bogler. Seinem Leben und Wirken widmet sich die aktuelle Ausstellung im rustikalen Ambiente der ehemaligen Abtei-Schreinerei mit mehr als 500 Exponaten. In zweifacher Ausführung sind neben Alpha und Omega einmal ein Kreuz und dann ein sogenanntes Christus-Monogramm abgebildet.

„Bei seiner Gestaltung hat sich Pater Theodor von christlichen Symbolen unserer Abtei inspirieren lassen“, weiß Bruder Stephan Oppermann OSB, Kurator der die Ausstellung. So lassen sich bei den Medaillen Parallelen zur Abteikirche ablesen, wie das Kreuz des Altar-Baldachims oder das Alpha und Omega über dem Abtssitz ebenso wie an den Apostelleuchtern. „Diese Medaillen können ‚Wegbegleiter‘ sein, die uns daran erinnern, dass wir allzeit von Gott geliebt und gesegnet sind“, so Burder Stephan. Erhältlich sind die Wegbegleiter für 12,50 Euro im Museumsshop der Ausstellung. Weitere Informationen und Öffnungzeiten: www.maria-laach.de/boglerausstellung

Alpha und Omega als erster und letzter Buchstabe des griechischen Alphabets symbolisieren Anfang und Ende und somit Gott als den all Umfassenden. Zusammen mit dem Kreuz oder dem Christusmonogram (Christus: Anfangsbuchstaben Ch und R, griechisch X und R) verweisen Alpha und Omega auch auf Jesus selbst als den Ersten und Letzten, den, der vor und hinter uns ist/steht, den Ursprung und das Ziel unseres Lebens.

Erläuterungen von Pater Theodor Bogler (Bogler, Theodor: Symbole. Limburg, 1962, S. 19, 23):

„A und Ω (Alpha und Omega), der erste und letzte Buchstabe des griechischen Alphabetes, sind Sinnzeichen: Christus ist „das Wort“, daher umfaßt er alle Menschenworte. Er ist Anfang und Ende aller Zeit; daher bezeichnet er sich selbst als das A und Ω (Apk 1, 8). - Das Omega hat entweder die kleine ω oder große Form Ω. – Als Präge auf Geräten deutet das Zeichen an, daß alles irdische Gut durch Christus kommt und zu ihm führen soll. Es mahnt, die „irdischen Güter an Christus zu messen und so zu benutzen, daß wir die himmlischen Güter nicht verlieren“ (vgl. Missale Romanum, Kirchengebet v. 3. So. n. Pf.). Mit dem Kreuz verbunden, verkünden die beiden Buchstaben: Christus ist einmal gestorben und „stirbt nun nicht mehr“ (Röm 6, 9). Er waltet vom Kreuze herab als ewiger König seines himmlischen Reiches und sendet auch uns sein ewiges Leben.“

„Das Namenszeichen Christi ist nach altchristlichem Brauch aus den beiden ersten Buchstaben des heili­gen Namens „Christas“ gefügt: aus· X und P (griechisch Chi und Rho). Seine Form ist verschieden; entweder durchdringen die Buchstaben einander oder das X ist aufrecht gestellt. Das Namens­zeichen ist der Name selbst, der Name aber be­deutet die Person. Caeleste Dei signum Christum nota, „Das heilige Gotteszeichen bedeutet Christus“, sagt Lactantius (3. bis 4. Jahrhundert). Christi Namenszeichen ist daher das heilige Sinnbild seiner geistigen Gegenwart und seines Segens.“

Veröffentlicht: Mittwoch, 11. Juli 2018 13:04